Safer Internet Day

Der gestrige 9. Feber 2016 war der sogenannte Safer Internet Day und ist Bestandteil einer internationalen Initiative für mehr Sicherheit im Netz. Hierbei haben viele Länder ihre eigene kleine Initiative, abgestimmt auf das jeweilige Land ins Leben gerufen und wollen gemeinsam am sogenannten Safer Internet Day auf die mittlerweile immer größer werdende Wichtigkeit solcher Initiativen aufmerksam machen.

Was macht er, was kann er, warum ist er da?

Wie der Name bereits sagt, wollen sämtliche Initiativen, wie Saferinternet.at oder klicksafe.de, bei einem sicheren Umgang im großen WWW und besonders dem Umgang mit Social Medias wie Facebook, Twitter und Co unterstützen und helfen. Hierbei geht es jedoch nicht um die Frage wohin muss ich klicken um ein neues Profilbild hochzuladen, sondern viel mehr um den sicheren alltäglichen Gebrauch. Angefangen von den „richtigen“ Sicherheitseinstellungen im eigenen Profil, über einen unbeschwerten Online Einkauf, bis hin zu der Frage „Wie verhalte ich mich in der großen anonymen Wolke namens Internet?“. Hauptaugenmerk bei all diesen Themen ist allerdings die neue Generation, die Kinder. Jene, die bereits mit diesen Medien aufwachsen und sie als vollkommen normal betrachten und sich dennoch oder gerade deswegen über die möglichen Gefahren nicht bewusst sind.

Leider hat mit der zunehmenden Anzahl von Kindern und Jugendlichen mit Internetzugang (mobil oder stationär) auch ein weiterer „neuer“ Trend sich eingeschlichen. Bereits 2011 wurde laut einer Studie der Universität Münster ein Drittel aller Jugendlichen und Jungerwachsenen Opfer von Cyber Mobbing und ein erschreckend hoher Anteil von 20% konnten sich als mögliche Täter identifizieren. In den letzten 4-5 Jahren sind jene Zahlen voraussichtlich noch weiter angestiegen und bergen eine noch nicht da gewesene Gefahr. Umso weniger ist es verwunderlich, dass Polizei, Ämter und Initiativen sich immer mehr bemühen bereits Kindern einen sinnvollen Umgang mit jenen Medien zu lehren, sowie auch Eltern immer mehr aufrütteln zu wollen, wie ein sinngemäßer Alltag mit Social Media aussehen kann.

Ein großes Thema des diesjährigen Safer Internet Days (SiD) war vor allem der zwischenmenschliche Umgang im Internet. Ein Verstecken hinter der angeblichen Anonymität. Doch sind wir im Internet tatsächlich noch so anonym, wie wir immer glauben? Nein! Denn seit bei Facebook und Co sogenannte Klarnamen Pflicht ist, ist es beinahe unmöglich sich noch unter gewählten Pseudonymen anzumelden, wie es früher in Chats oder Messengersystemen der Fall war. Wenn also nun Klaus Müller, einer Anna Muster öffentlich auf der Facebook Pinnwand hetzerische, beleidigende Kommentare hinterlässt, so kann man relativ einfach dies belegen und tatsächlich juristisch gegen diese Person vorgehen.
Doch wie verhält es sich bei Kindern? Und genau hier ist das Problem. Vermutlich wird jeder die Situation, noch aus der eigenen Schulzeit kennen, dass man in manchen Dingen vielleicht einmal zu den Außenseitern der Klasse gehörte. Sei es wegen der Musik, der Schuhe, der Haarfarbe, dem Pullover oder noch unwichtigeren Dingen. Fakt ist jedoch, all jene Kinder waren bereits damals einem Mobbing ausgeliefert. Einem Mobbing, welches unter Umständen mal eine Pause lang anhielt oder auch einen vollen Tag. In schlimmen Fällen sogar eine gesamte Schulzeit. Doch sie endete, dann wenn man zu Hause war, wenn man nicht mehr seine Füße auf dem Schulgelände hatte und in den sicheren Hafen der Heimat einlief. Heute jedoch, durch diese immerwährende Online Mentalität hört derartiges Mobbing hier nicht auf. Im Gegenteil, Kinder und Jugendliche heutzutage müssen derartiges Verhalten im Schulalltag und dann auch noch in ihrer privaten Zeit online erdulden. Oftmals leider machtlos und ohne Mut sich dagegen zu wehren oder einen Erwachsenen um Hilfe zu bitten. Und selbst wenn, stehen auch oft Eltern und Lehrer vor der großen Frage, was tun?

Wie kann ich mein Kind gegen derartiges schützen? Um ganz ehrlich zu sein, vermutlich gar nicht. Sie können ihr Kind nicht in eine Luftblase sperren und vor allen negativen Erlebnissen im Leben beschützen, auch wenn man das als Elternteil des Öfteren gerne machen würde. Doch man kann seinem Kind helfen, sollte es soweit kommen.

Cyber Mobbing jedoch ist nur ein großes Thema, welches in diesen Initiativen behandelt wird. Ein vermutlich nicht minder wichtiger Part ist auch der Schutz von Kindern gegenüber so manchem Internetinhalt, welcher definitiv nicht für Kinderaugen und -ohren erstellt wurde. Sei es nun der pornographische Anteil oder auch der gewaltverherrlichende. Ein Kind mit 10 Jahren muss nun tatsächlich nicht Einblick nehmen in ganze Filmdokumentationen über die (Ab-)Schlachtung von Tieren oder Massakern in Afrika. Entsprechenden Schutz und Hilfe für die Eltern gibt es auch hierfür.

Über all dem steht jedoch eine ganz große und, meiner Meinung nach, wichtigste Aufgabe all dieser Organisationen: AUFKLÄRUNG! Denn was nützen einem die besten Kindersicherungen, die schärfsten Richtlinien zu Hause, wenn das Kind dann doch auf dem Heimweg in den öffentlichen Verkehrsmitteln von einem Klassenkameraden ein solches Video, eine solche Internetseite oder derartigen Kommentaren ausgesetzt ist?

Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Vor einigen Tagen machte ein Bericht eines in der Szene bekannten Größe die Runde. Es
Erst vor einigen Tagen entstand im Freundeskreis eine Diskussion zum Thema Fernsehen und Bildung. Nein
Generationen der 80er und frühen 90er Jahre kennen noch das berühmt berüchtigte Vanille Eis mit
Offizielle Werbeeinschaltungen bei Facebook Werbeeinschaltungen über Facebook können mit „Gefällt mir“-Einträgen von „Freunden“ (und somit
Über Alexander Manuel S.Red 17 Artikel
Early 30's Designer, Web developer & Project Manager, Pseudo-Journalist, Biker, Cat Lover, Constructional engineer, Apple Fanboy, Viennese - living near of Munich since 2012

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Connect with Facebook

*