Ausbildung,  Bildung,  Nähkästchen

Und was machen Sie jetzt genau?

In eigener Sache, aus dem Nähkästchen geplaudert…

Vorallem in „unserer“ Branche wird man doch ab und zu mit der Frage konfrontiert, was man denn eigentlich nun genau tut. Denn die Beschreibung der eigenen Tätigkeit beginnt bei ‚Social Media Manager‘, ‚Projektmanager‘ und geht weiter bis hin zu ‚Web Designer‘, ‚Marketing-‚ oder ‚Event Manager‘ und endet vermutlich erst in der Königsdisziplin ‚Journalist‘, ‚Kommunikationswissenschaftler‘. Das Problem an der Sache ist, es trifft alles irgendwie ein bisschen zu. Ein Absolvent eines derartigen Studiums ohne weiterer Vertiefung – sprich einem Masterabschluss – ist in derartig vielen Bereichen einsetzbar, dass es dann wirklich schon sehr stark auf die persönlichen Vorlieben und natürlich von den persönlichen Fähigkeiten ankommt. Doch einsetzbar ist man tatsächlich in dem oben genannten sehr breitem Spektrum.

Ein „Hansdampf in allen Gassen“, wie man so schön sagt, doch so ganz ist es natürlich auch nicht. Denn eines bleibt bestehen, man kann zwar vieles, aber nicht sehr viel wirklich richtig (Im Vergleich zu jemanden mit einer zB expliziten Ausbildung in einem der Bereiche). Zumindest nicht auf Basis der Ausbildung. Hier unterscheidet es sich erst durch bisherige persönliche Erfahrungen, Weiterbildungen und Interessen.

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär….

Dann hätten wir auch etwas weniger Definitionsprobleme in der Wirtschaft, denn diese braucht klare Ansagen, will eine klare Berufsbeschreibung, welche mit einem internationalen Berufstitel zusammen gefasst wird. Dieser soll doch auch irgendwie im Vertrag stehen können und schlussendlich auf der Bürotüre oder zumindest auf der Visitenkarte.
Natürlich kann man jetzt sagen, naja man hat sich doch auch für die Stelle „XY“ beworben, also hat man zu diesem Zeitpunkt auch den entsprechenden Berufstitel bzw. Position. Aber nicht immer ist dies der Fall und man ertappt sich dabei, meist erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit in einem Unternehmen als „Mädchen für alles“ und zwar alles, was irgendwie mit Grafik, Design, Web, Social Media zu tun hat, aber wenn man Zeit hat, dann darf man ruhig auch mal ein wenig ins Webprogrammieren abschweifen oder auch Pressemitteilungen schreiben, Marketing und PR betreiben oder Schulungen halten. (Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht der Standardfall ist und vorrangig eher in kleineren Gruppen / Unternehmen, passiert.)

Und ja, man hat dies doch auch alles irgendwo gelernt, also warum nicht auch umsetzen? Doch spätestens dann ist der Moment, wo man sich allmählich fragt, ja und was mach ich jetzt eigentlich genau? Vorallem drängt sich diese Frage einem dann auf, wenn man sie gestellt bekommt und zwar von einem Recruiter oder HR Leiter eines Unternehmens, bei welchem man sich eigentlich beworben hat.

Quellen:
    Alexander Manuel S.Red

    Mid 30’s Designer, Web developer & Project Manager, Writer, Pseudo-Journalist, Biker, Cat Lover, Constructional engineer, Apple Fanboy, Viennese – living in Vienna after 5 years living in Munich

    Hinterlasse einen Kommentar

    avatar

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

      Abonnieren  
    Benachrichtige mich bei