Glaubwürdigkeit von Bildern in den Medien

Bilder, Farben und Formen sind ein wichtiges Instrument um Informationen für die Gesellschaft aufzubereiten. Nicht allein deswegen, weil dem Bild per se mehr Bedeutung als dem gesprochenem Wort zugemessen wird. Die visuelle Wahrnehmung ist tief im Verhalten des Menschen verankert und mit ihr auch die Glaubwürdigkeit und dem Vertrauen dieser Information.
Steht in einem Fernsehbild „LIVE“, wirkt ein Bild ein wenig verwackelt, wird oft suggeriert, dass es sich tatsächlich um Live Aufnahmen und „schnellen“ Aufnahmen handelt, die möglichst schnell ans Volk gebracht werden müssen, unabhängig der Qualität. Wir müssen doch informiert werden!

Soweit die Theorie….

Mit Anstieg der technischen Möglichkeiten und des Informationsfluss nahmen Bildbearbeitungen einen immer größer werdenden Teil der visuellen Berichterstattung ein. Doch nicht alleinig Bildbearbeitungen im Sinne der qualitativen Verbesserung der Bilder, sondern viel mehr eine inhaltliche Manipulation.

Fotomontage der Kronenzeitung
Fotomontage der Kronenzeitung und das Originalbild

Vor nicht allzu langer Zeit machte die österreichische Tageszeitung Krone damit Schlagzeilen, ein manipuliertes Bild als Titelbild verwendet zu haben. Doch dieses Blatt ist kein Einzelschicksal und schon gar nicht Ersttäter. Viele Nachrichtenblätter bedienen sich der manipulativen Bildbearbeitung um gewisse Reaktionen der Bevölkerungen hervor zu rufen, sei aus politischem Interesse oder im Namen der „Blattlinie“. Doch eines haben diese Bildbearbeitungen alle gemein, sie stehen in einer ethischen Grauzone.

Erklärungen von Chef-Redakteuren belaufen sich meist auf nichts sagende Aussagen und Ausflüchte und enden oftmals mit einer Entschuldigung. Doch hat zu diesem Zeitpunkt bereits das Bild seinen Dienst erwiesen. Nur wenige Leser hinterfragen die Realität und den Ursprung eines Bildes und viele Bearbeitungen kommen lange Zeit nicht ans Tageslicht, da oftmals das Originalbild nirgends sonst abgebildet wird und somit die Manipulation offensichtlich wird.

Bildbearbeitungen werden heutzutage immer einfacher, doch bereits im letzten Jahrhundert wurden Bilder manipuliert, andere Bildausschnitte verwendet oder gar ganze Personen hinzugefügt / retuschiert um die Gesamtkomposition des Bildes zu verändern. Es handelt sich hierbei also nicht um eine neumodische Entwicklung, sondern einen sehr alten „Brauch“ in der Medienwelt. Ist es deswegen weniger verwerflich, die Realität bewusst anders darzustellen?

Vor allem in der Kriegsberichterstattung lassen sich derartige Verfremdungen immer wieder beobachten und auch schnell auf die allgemeine Blattlinie Rückschlüsse ziehen. Einen Vorteil jedoch hat es in der „modernen“ Medienwelt. Durch die globale Vernetzung werden derartige Fotomontagen schneller ausfindig gemacht und aufgezeigt und vielen Zeitungslesern die Möglichkeit gegeben, den Artikel, das Bild in neuem Licht Revué passieren zu lassen.

Sehr bekannte Beispiele für den Effekt des Bildausschnittes geben folgende zwei Bilder. Jene wurden in diversen Zeitungen jeweils abgelichtet, je nachdem ob es sich nun um einen „Pro“ oder „Contra“ Artikel handelte und in welches Licht der Einsatz gerückt werden sollte.

Die Aufstellung zeigt wie aus zwei Bildern eines wurde, in welchem ein Vater mit seinem Kind Schutz suchend am US Soldaten vorbei gehen will.
Die Aufstellung zeigt wie aus zwei Bildern eines wurde, in welchem ein Vater mit seinem Kind Schutz suchend am US Soldaten vorbei gehen will.
Das Bild zeigt einen irakischen Soldaten umgeben von amerikanischen Soldaten, im Irak-Krieg 2003. Foto: AP Photo/Itsuo Inouye
Das Bild zeigt einen irakischen Soldaten umgeben von amerikanischen Soldaten, im Irak-Krieg 2003.
Foto: AP Photo/Itsuo Inouye
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Über Alexander Manuel S.Red 17 Artikel
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